Aktuelles Vogelgutachten                                       für den Alten Botanischen Garten Marburg

Im Auftrag des Freundeskreises Alter Botanischer Garten e.V.


NABU-Marburg Check zur Kommunalwahl 14.März 2021:

Fragen an die Parteien

 

1.   Welches Konzept haben Sie zur Verbesserung des ÖPNV und zur Verkehrsentlastung der Innenstadt?

 

2.    Welches Konzept haben Sie, um dem fortschreitenden Insektensterben und dem Artenschwund (Flora und Fauna) entgegenzuwirken?

 

3.    Welches Konzept haben Sie, um Biotope wie Wegränder, Hecken und Gewässer besser zu schützen? Sind Ihnen die bestehenden Probleme bekannt?

 

4.    Wie stehen Sie zur Einrichtung eines „Runden Tisches“, an dem Kommunalpolitiker, Vertreter aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutzverbänden und Behörden ein- bis zweimal jährlich die Entwicklung der Region besprechen und die bestehenden Konflikte austragen? Ein entsprechendes Modell existiert im Nachbarkreis Gießen. (AK Lebensraum Feldwege)

 

5.    Was gedenken Sie gegen zu starke Lichtemissionen („Lichtverschmutzung“) zu unternehmen? Wie stehen Sie zu dem, was diesbezüglich z. B. in der „Sternenstadt Fulda“ praktiziert wird?

 

6.    Was kann die Kommunalpolitik tun, um in öffentlichen Einrichtungen, insbesondere Schulen/Kitas, und auf öffentlichen Grünflächen, mehr Naturerfahrung herzustellen? (Stichwort „Essbare Stadt“).

 

7.    Welches ist Ihr Konzept zur Reduzierung der Müllmenge, insbesondere der Verminderung von Plastikmüll?

 

8.    Wie werden Durchführung und Wirksamkeit von Ausgleichsmaßnahmen kontrolliert, die beim Straßenbau oder bei größeren, mit Bodenversiegelung einhergehenden Bauprojekten vorgeschrieben sind?

 

9.    Mit welchen Maßnahmen wollen Sie den Anteil nicht fossiler Energieerzeugung erhöhen?

 

10. Haben Sie ein Konzept zur energetischen Nutzung der  Wasserstofftechnologie?

 

11. Welche Waldgebiete in der Stadt  wollen Sie ganz aus der wirtschaftlichen
 Nutzung
herausnehmen?

 

12. In den letzten Jahren sind immer mehr Schottergärten entstanden. Welches
 Konzept haben Sie, diese zu untersagen? Das betrifft auch den Görzhäuser
 Hof II.

 

13.  Was halten Sie von dem Vorschlag des Magistrats künftige Gewerbeflächen im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet der Lahn (Marburg Süd) auszuweisen?

 

14. Sehen Sie die Möglichkeit weitere Bodenversiegelung in Gewerbegebieten zu reduzieren, indem zukünftig nur noch mehrgeschossige Gebäude genehmigt  werden?

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Eberhard Lübbeke, Reinhard Naumann, Dr. Dorette Schrag-Floß

 

Antworten OB Kandidatinnen + Kandidaten:

Die abgebildete Reihenfolge erfolgte nach Posteingang und stellt keine Priorisierung dar.

Antworten Frau Suntheim Pichler - BfM

Download
Antworten Fr. Suntheim -Pichler.pdf
Adobe Acrobat Dokument 119.3 KB

Antworten Renate Bastain - Marburger Linke

Download
Antworten Renate Bastian.pdf
Adobe Acrobat Dokument 53.6 KB

Antworten Nadine Bernshausen - Grüne

Download
Antworten Nadine Bernshausen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 57.9 KB

Antworten Mariel Diehl - Klimaliste

Download
Antworten Mariel Diehl - Klimaliste.pdf
Adobe Acrobat Dokument 89.8 KB

Masterplan Pharmastandort Behring:

 

Unserer Umwelt können keine weiteren Belastungen zugefügt werden !

 

Sehr geehrte Damen und Herren;

 

wir wenden uns mit einer Stellungnahme zum „Masterplan Standort-Behring“ an alle Entscheidungsträger in der Stadt Marburg, die Geschäftsführer aller beteiligten Unternehmen und an die interessierte Öffentlichkeit:

 

Eine Fläche etwa so groß wie ein Fußballfeld wurde im Sommer 2020 im Marbacher Wald in der Nähe des Pharma-Standortes „Görzhausen“ gerodet. Mitten im Wald sollen für die Wasserversorgung der Pharma-Unternehmen zwei Wasserbehälter von je 5000 Kubikmeter errichtet werden.

 

Diesen massiven Eingriff in den heimischen Wald hat den NABU-Marburg veranlasst sich einmal intensiver mit dem „Masterplan Standort-Behring“ zu befassen.

 

Dieser Masterplan, mit großer Mehrheit bei Enthaltung der Grünen und der LINKEN im Stadtparlament beschlossen, soll eine Planungsgrundlage für die kommunalen Verwaltungen und für die Stadtwerke sein, um infrastrukturelle Anpassungen an die beabsichtigten Bauerschließungen für die Pharma-Unternehmen am Standort „Görzhausen“ vornehmen zu können

 

Kann die Erweiterung und Erschließung von Industriegebieten mit dem gleichzeitigen Schutz der Umwelt gelingen?

 

Unter dieser Fragestellung legen wir ein Positionspapier als Naturschutzbund vor, um schon in der Planungsphase auf relevante Bezüge von Bauen und Umweltschutz aufzeigen zu können, - damit man nicht „das Kind aus dem Brunnen“ oder aktuell das Kind von der Fahrbahn der A 49 retten muss.

 

Eberhard Lübbeke

Vorsitzender NABU-Gruppe Marburg e.V.

 

Marburg, 26.01.2021

 

Download
NABU Marburg - Stellungnahme zum Masterplan Behring-Standort
NABU Stellungnahme Masterplan Behring-St
Adobe Acrobat Dokument 624.2 KB

Die promte Antwort aus dem Büro des Oberbürgermeisters:

Sehr geehrte Damen und Herren,                                                                                         26.01.2021

 

vielen Dank für die Übersendung Ihrer Stellungnahme, die wir sehr ernst nehmen und gerne beachten. Bereits im Dezember hat der Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies mit der Autorin, Dr. Archinal, zu den Herausforderungen der Wasserversorgung, nicht nur, aber auch am Pharmastandort, ein sehr anregendes Gespräch geführt. Mit Herrn Hartmut Möller hat der Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies direkt nach Eingang Ihres Schreibens ein längeres Telefonat geführt, um einzelne Punkte zum Masterplan Behringwerke zu erläutern und um sich über die Stellungnahme der NABU Gruppe Marburg auszutauschen.

 

Wir lassen Ihnen gerne auch eine detaillierte Antwort auf Ihre Stellungnahme zukommen, allerdings wird diese eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Darüber hinaus würden wir gerne, sobald es die Corona Lage wieder zulässt, mit Ihnen ein persönliches Treffen zu Ihrem Papier arrangieren.

 

Zudem regt der Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies an, zu einzelnen Details, und insbesondere zur Haltung am Pharmastandort auch die direkte Kontaktaufnahme mit Pharmaserv anzudenken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Clara Easthill

 

Büro Oberbürgermeister Dr. Spies

_____________________________________________

Magistrat der Universitätsstadt Marburg

Büro Oberbürgermeister Dr. Spies

Rathaus / Markt 1

35037 Marburg


Antwort und Einladung von Pharmaserv-Geschäftsfühung:

 Per E-Mail am 01.02.2021

 

 

Sehr geehrter Herr Lübbecke,

 

sehr geehrte Damen und Herren,

 

 vielen Dank für die Überlassung Ihrer Stellungnahme zum „Masterplan Behring Standort“, welche wir mit Interesse gelesen haben.

 

 Richtig ist, dass bei einer so stark abstrahierten Darstellung wie dem angesprochenen Masterplan – aus unserer Sicht ein politisches Statement, der Entwicklung des Standortes grundsätzlich positiv gegenüberzustehen – viele Aspekte nicht den Raum finden, den sie eigentlich verdient hätten. Das dies bei unseren konkreten Planungen und Projekten im Bestand sowie in allen vorgeschriebenen Genehmigungsverfahren natürlich eine andere Tiefe hat, würden wir Ihnen gerne zeigen.

 

Die Punkte Mobilität, Ressourceneinsatz oder Energieeffizienz sind für uns und unsere Kunden bereits seit vielen Jahren selbstverständlich geworden. Ansonsten hätte das bisherige Wachstum des Standorts auch nicht quasi aus dem Bestand heraus generiert werden können. Der Hochbehälter mit allen Maßnahmen erfährt zum Beispiel eine ökologische Baubegleitung und dient insbesondre der Verstetigung der Wasserströme und der Entlastung des vorgelagerten Netzes.

 

 Gerne wollen wir uns mit Ihnen austauschen - entweder im persönlichen Gespräch oder wenn die Pandemie uns noch länger einschränkt auch bei einer entsprechenden Web-Konferenz.

 

Gerade für einen ersten Austausch favorisieren wir aber das persönliche Treffen vor Ort, verbunden mit einer Besichtigung des Standortes. Daher bitten wir Sie um ein wenig Geduld und hoffen uns im zweiten Quartal mit Ihnen an den „runden Tisch“ setzen zu können.

 

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Görge

 

 Pharmaserv GmbH

Sprecher der Geschäftsführung

- Standortmanagement -

 


 

Antwort Bürger für Marburg e.V.

 

Sehr geehrte Damen und Herren von NABU

Eine Stellungnahme zu Ihrem Schreiben vom 26.01.21 seitens der BfM

 In weiten Teilen sind die beschriebenen ökologischen Bedenken nachvollziehbar. Auch die lokalen politischen Entscheidungswege waren und sind leider nicht ausreichend transparent.
Aber wie immer ist auch die ökonomische „Seite der Medaille“ zu beachten.
Arbeitsplätze/Familieneinkommen, Sicherung der sozialen Systeme, städtische/ländliche Infrastruktur und Investitionen müssen erreicht, bzw. bezahlt werden.
Klima und Umweltschutz sind aufwendig und teuer und müssen erwirtschaftet werden.
Marburg ist in der glücklichen Lage, über die Ansiedlung ausgesprochen zukunftsträchtiger Industrien zu verfügen, die eine dauerhafte Sicherung von Einkommen, Wohlstand und Klimaschutz für die Region ermöglichen.
Aufgabe der (Kommunal-) Politik muss sein, die eventuell widersetzlichen Interessen zwischen wirtschaftlichem Streben und Schutz der Umwelt, der Region und der natürlichen Ressourcen (Boden/Wasser/Luft) unter einen Hut zu bekommen.

 

Mit besten Grüßen aus dem BfM Office 

 

Melanie Herrmann

 

BfM Geschäftsstellenleitung 

2.Vorstandsvorsitzende d.V.



Weitere Informationen:                                                               >>> Projekte     >>>Pharma-Standort Behring + Umweltschutz


Sehr seltener Eistaucher gesichtet:

Fotos: Wilfried Kräling

Auf dem Baggerteich bei Niederweimar hält sich seit einigen Tagen ein Eistaucher auf.

Grüße

Winfried


5. NABU-MR Stammtisch online:       Donnerstag, 11. März 2021                20.00 Uhr

 

Weitere Infos unter Termine >>>

SAVE THE DATE!

Am 19.03. gehen wir wieder Global auf die Straßen! #nomoreemptypromises

Umrandet euch den Tag Fett im Kalender und gebt euren Freund*innen und Familien bescheid.