Elisabethkirche: Uhu-Nistkasten im Südturm komplett gereinigt und renoviert

In einem dreistündigen Arbeitseinsatz haben Mitglieder des NABU Marburg unter fachlicher Anleitung von Pablo Stelbrink den „Uhu-Nistkasten“ im Südturm der Elisabeth-Kirche gereinigt und repariert.

 

Für die Reparatur eines Nistkastens in dieser Größenordnung braucht man schon viel Holz. Und das mitsamt den Werkzeugen musste erst einmal die hunderten von Wendeltreppen bis hoch in die fast 80 Meter hohe Turmspitze getragen werden.

 

Dabei unterstützten Pablo Stelbrink die Mitglieder Anne Michaeli, Marion Schlüter,Maurice Kerker, Jonas Matusek, Eberhard Lübbeke und Hartmut Möller.

 

Erste Station war hoch im Turm die Ebene der großen Glocke. Von dort ging es nur noch mit steilen Leitern noch eine Etage höher in die Turmspitze. „Hier hochzusteigen, dazu gehörte schon etwas Mut und das man Schwindelfrei ist“, erklärte Eberhard Lübbeke . An einem langen Seil wurden dann Werkzeuge und Hölzer noch oben befördert. Das durch die Witterung schadhafte Holz wurde ausgetauscht und jetzt ganz neu aus Metall ein Anflugbrett an der Fensteröffnung befestigt. (siehe Foto)

 

In dem Nistkasten, der vor Jahren ursprünglich für Wanderfalken gebaut wurde, fand man sechs Eier von Nilgänsen. Warum die Brut der Nilgänse im letzten Frühjahr aufgeben wurde, darüber kann man nur spekulieren. „Wir hatten im letzten Frühjahr öfter Sichtungen von Wanderfalken und Uhus genau an diesem Fenster im Südturm, - vielleicht wurden die Nilgänse von den Konkurrenten vertrieben“, mutmaßte Hartmut Möller.

 

Schon im November und Dezember und jetzt aktuell wurden Balz-Rufe des männlichen Uhus wahrgenommen. Am Südturm wurde kürzlich ein männlicher und ein weiblicher Uhu beobachtet und man ist gespannt, ob der männliche Uhu seine Partnerin in die frisch renovierte „Wohnung“ locken kann. Darüber und ob es eventuell zu einer Brut kommt, kann man sich auch auf dieser Seite des NABU-Marburg informieren.

 


Eierfunde im Brutkasten

Foto: Georg Kronenberg

 

Im Nistkasten im Südturm der Elisabeth-Kirche hatten wir im letzten Jahr zwei Eier entdeckt. Nach der Renovierungsaktion des Nistkasten im Januar 2024 konnten die Eier als Eier von Nilgänsen bestimmt werden. Warum das Gelege  im Frühjahr 2023 von den Nilgänsen verlassen wurde ist unklar.


Zwei verletzte junge Uhus in Tierklinik Gießen

Dem NABU-Marburg wurde jetzt aufgrund des Presseartikels vom Samstag, 5.8.23, gemeldet, dass bereits vor einem Monat ein weiterer junger Uhu verletzt in der Alten Kasseler-Straße aufgefunden wurde. Der Uhu wurde ebenfalls in die Tierklinik nach Gießen gebracht.

 

Ein dickes DANKESCHÖN an Julia und Kai Uwe Kundlatsch und noch zwei  unbekannte  Helfer*innen  !

 

Wir werden diesen Umstand genauer überprüfen, denn es ist schon sehr seltsam, dass zwei junge Uhus in der Alten Kassler-Straße aufgefunden wurden.

Verletzter Uhu...                                                ...auf dem Weg in die Tierklinik in Gießen.


       OP vom 5.8.2023


2023:                                                                                      Uhus an Elisabeth-Kirche gesichtet

Zwei Uhus wurden bei der Balz an der Elisabethkirche beobachtet:

 

© Foto: Jens Jesberg - NABU:   12.3.23 um 18.20 Uhr

                                                                                                 © Foto: NABU-MR


Das Uhu - Tagebuch 2023:

Download
Marburger Uhu Tagebuch
Beobachtungen aus den Monaten Januar.Februar und März 2023
Marburger Uhu Tagebuch 2023 1-3.pdf
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Ab 1. April 2023 wird das Tagebuch intern fortgeschrieben:

Sobald wir neue, interessante Sichtungen haben werden diese hier gepostet.

Nach den bis jetzt beobachteten Aktivitäten könnte es zu einem Gelege und Brut im Südturm kommen. Da Uhus keine Nester bauen, sondern lediglich bei einer Brutstätte eine Kuhle scharren, kann man ja auch nicht den Nestbau im Turm beobachten.

Dies ist aktuell bei den Dohlen in den Kirchtürmen sehr gut zu sehen: Sie fliegen paarweise in die umliegende Gegend und zupfen und reißen von den Bäumen frische Äste ab, die sie dann zu einem Nestbau verwenden.


Marburger Magazin Express - Artikel:

Uhus an der Elisabethkirche nach acht Jahren wieder gesichtet

Download
Uhus an der Elisabethkirche - nach acht Jahren wieder gesichtet
Das MARBURGER MAGIZIN EXPRESS druckt einen ganzseitigen Bericht über die Widerkehr von Uhus an die Elisabethkirche in Marburg (Ausgabe 12/23 24.3.23-30.3.23 41.Jg Seite 6)
express-mr-12-2023-S6.pdf
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Ockershäuser-Uhu: 17.3.23 - Handy-Foto Christain Höfs-NABU -MR

www.nabu.de  >  Uhu-Portrait


Uhu-live-cam aus dem Ahrtal:

Uhu Webcam # https://uhu.webcam.pixtura.de

  # Webcam - Kamera !!!

Foto von der live-cam; 14.3.23; 3 junge Uhus ca. 4 Wochen alt


Uhus brüteten erstmals 2013 auf der Elisabeth-Kirche in Marburg

© Alle Uhu Fotos: Axel Wellinghoff

Weitere Uhus-Fotos : www.Marburger Vogelwelt.de

 

Foto: Axel Wellinghoff

www.Marburg-Impressionen.de

28.05.2014:

Erneute Uhu-Brut in der Elisabethkirche!  Seit gut einer Woche ist es nun sicher: auch dieses Jahr hat wieder ein Uhu-Pärchen im Falkenkasten in der Elisabethkirche erfolgreich gebrütet. Seit mindestens dem 21.05. lassen sich allabendlich drei Junguhus  auf dem Anflugbrett beobachten.

Weitere Bilder auf: www.marburger-vogelwelt.de


                                                 © Foto: Hartmut Möller

Dieser tolle Uhu (w) wurde im Stadtgebiet Marburg in 2019 tot an einem Weidezaun gefunden und dem NABU Marburg übergeben. Nach einer Einlagerung einer Gefriertruhe entschloss sich unsere Gruppe, nach eingehender Diskussion, den Uhu präparieren zu lassen. Der Uhu soll zu Informationsveranstaltungen und Ausstellung zur Naturschutzfragen eingesetzt werden.

Zuerst wurde dieser Uhu am "Tag des Offenen Denkmals 2019" - Alter Botgansicher Garten - in der Begleitausstellung  in der Neuen Universitätsbibliothek in Marburg gezeigt.

 

Derzeit ist der Uhu in einer Glasvitrine der Elisabethschule in Marburg zu besichtigen.

 

Siehe auch:  PROJEKTE >>> Alter Botanischer Garten

Toter Uhu gemeldet:

Am 26.11.2020 meldeten städtische Arbeiter dem NABU Marburg, dass sie im Ortsteil Marbach, Gemarkung "Blaue Pfütze" einen toten Uhu gefunden hätten.